Katzenkastration ist Pflicht!

Immer mehr Städte zeigen stellen sich dem Staatsziel Tierschutz.

Die Stadt Forst teilt mit, dass es ab sofort eine Kastrationspflicht für alle Katzen mit Freigang gibt. Diese Entscheidung wurde kurzfristig gefällt. Die Zahl der frei lebenden Katzen in Forst wird auf bis zu 1000 geschätzt. Viele Tiere wurden mutwillig und herzlos von ihren vormaligen Besitzern vor die Tür gesetzt und kämpfen auf der Straße ums Überleben. Die unkontrollierte Vermehrung sorgt dafür, dass das Elend anhält. Hinzu kommt: Viele verantwortungslose Katzenbesitzer gewähren ihren unkastrierten Tieren Freigang. Auch dies führt zu ständig neuem Katzennachwuchs. Ab dem 1.05.2010 schickt das Ordnungsamt Kontrolleure in alle Gebiete der Stadt Forst, besonders auch die ländlichen Bereiche werden besucht. Jeder Katzenhalter muss an Hand der Tierarztrechnung den Nachweis der Kastration seiner Katzen und Kater erbringen. Sollte diese Maßnahme innerhalb eines Jahres keinen Erfolg zeigen, wird zum 1.05.2011 eine Katzensteuer eingeführt. Die Höhe der Steuer wird sich an der Hundesteuer orientieren. http://www.niederlausitz-aktuell.de/artikel_287_9235.php

Paderborn seit 2008
Düsseldorf seit 2010
Delmenhorst seit 2010
Bunde seit 2010
Forst seit 2010
Salzgitter seit 2010
Bad Dürrenberg seit 2010
 
Mehr als 35.000 Tier- und Naturfreunde fordern die Städte und Gemeinden zum Handeln auf!
 
Onlinepetition:
www.ksvo.de.vu
 

Paderborn ist Vorreiter
Eine Stadt bekennt sich zum Tierschutz
 
22.09.2008 Katzenschutztag in Paderborn. Am 08.08.2008 war Weltkatzentag, wirklich spürbaren Katzenschutz setzt die Stadt Paderborn seit dem 22.09.2008 um. Die Kastrationspflicht für Katzen wurde mit der heutigen Ratssitzung beschossen. Ein kleiner Schritt für die Ratsmitglieder, ein großer für unsere Mitgeschöpfe und den nun endlich spürbaren und nachhaltigen Schutz. Die Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung (IG PRO KSVO) und Aktion Kitty - bundesweites Projekt zum Schutz der Straßenkatzen in Deutschland -  gratulieren zu dem einzig sinnvollen Schritt. Einen besonderen Dank sprechen wir an das SPD Ratsmitglied Kornelia Welz aus, die maßgeblich an der Umsetzung beteiligt war.

Paderborn ist Vorreiter in Deutschland, wir hoffen, dass bald viele Städte und Kommunen nachziehen, um das immense und oftmals so unnötige Leid unserer Mitgeschöpfe nachhaltig einzudämmen. In Österreich gibt es längst ein solches Kastrationsgebot, Deutschland stellte sich bisher diesem Problem in dieser Form nicht. Anders jetzt in Paderborn, dort hat man den Handlungsbedarf klar erkannt.

Wir danken der Stadt Paderborn für die Satzungsänderung und hoffen sehr, dass es bald deutschlandweit Schule macht. Der Verein Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung mit bundesweit über 5.500 Mitgliedern fordert eine bundesweite Einführung einer Katzenschutzverordnung, damit das Leid auch andernorts deutlich ausgebremst werden kann.

Tasso Europas größtes Haustierzentralregister bietet bereits seit über 25 Jahren das Rüstzeug zur europaweiten Kennzeichnung und dem damit verbundenen Schutz von Heimtieren.

Kastration verhindert Tierleid.
 
www.ksvo.katzenhilfe-westerwald.de
 

Kastrationspflicht für Katzen kommt

Paderborn ist Vorreiter in Deutschland

Paderborn (st). Paderborner Katzenbesitzer können sich darauf einstellen, dass in ein paar Monaten ein Kastrationsgebot für jene Stubentiger gilt, die freien Auslauf haben. Ja, wir planen in diese Richtung, sagte der Erste Beigeordnete Carsten Venherm gestern gegenüber der NW. Er bestätigte, dass die gegenwärtige Überarbeitung der ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt auf ein Kastrationsgebot hinausläuft. Noch vor der Sommerpause soll der Rat darüber beschließen.

Die Kastration herrenloser Katzen, die schon seit längerer Zeit praktiziert wird, reicht aus Sicht der SPD-Ratsfraktion nicht aus, um den Anstieg der Katzenpopulation wirksam zu bremsen. Deshalb hatte SPD-Ratsmitglied Kornelia Welz Ende Februar im Haupt- und Finanzausschuss ein Kastrationsgebot für freilaufende, nicht verwilderte Katzen gefordert. Der Ausschuss debattierte das Thema kontrovers, erteilte dann aber den Auftrag an die Verwaltung, den Einbau eines solchen Passus in die ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt Paderborn zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (so die genaue Bezeichnung) zu prüfen.

Zu den stärksten Befürwortern einer solchen Regelung zählt der Verein Tiere in Not, der das Paderborner Tierheim betreibt. Wir als Tierschutzverein und Tierheim, die von dieser Problematik am stärksten betroffen sind, stehen hinter der Einführung der Katzen-Kastrationspflicht, bekräftigte die Vereinsvorsitzende Gabi Votsmeier in einer Presseerklärung. Im letzten Jahr habe das Tierheim schon zweimal notgedrungen einen Aufnahmestopp für Katzen verhängt. Bis Ende April dieses Jahres habe die Einrichtung bereits 141 Katzen aufnehmen müssen. Vor einem Jahr seien es um diese Zeit 116 Tiere gewesen. Votsmeier vermutet aufgrund dieses Anstiegs, dass in diesem Jahr unsere Aufnahmekapazität noch eher erschöpft ist.

An Details der geplanten Regelung werde derzeit noch gefeilt, sagte Carsten Venherm, der auch Rechtsdezernent der Stadt ist. Nur in Österreich gebe es bislang ein solches Kastrationsgebot, für Deutschland bedeute es Neuland. Der Erste Beigeordnete sieht sich jedoch durch den Kreisveterinär, die Tierärzte des Kreises und die Tierschutzvereine darin bestärkt, dass die Stadt mit der Aufnahme des Katzen-Kastrationsgebots in ihre Satzung auf dem richtigen Weg ist. Es komme nun darauf an, dieses Gebot hinreichend bestimmt zu formulieren.

Quelle: Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 06.05.2008
www.tierheim-paderborn.info